Die Vogelspinne

Weltweit gibt es ca. 30.000 Spinnenarten, davon zählen etwa 850 Arten zu den Vogelspinnen.

Warum der Name "Vogelspinne"?
1705 wurde von der deutschen Malerin Sybilla Merian erstmals eine große behaarte Spinne gemalt, die einen Vogel überwältigt hatte. Somit kam die Vogelspinne zu ihrem Namen.

Es gibt drei Verschiede Gruppen unter den Vogelspinnen. Da wären die Bodenlebenden Arten, die sich fast ausschließlich nur auf dem Boden aufhalten. Es gibt Baumspinnen, die sich größtenteils nur in der senkrechten Position aufhalten. Des Weiteren gibt es noch die Erdbewohner, die sich die meiste Zeit unter der Erdoberfläche aufhalten.

Ephebopus murinus - adultes Weibchen einer Erbbewohnenden Vogelspinnen ArtVogelspinnen im Terrarium
Vogelspinnen werden in Terrarien gehalten, wobei zu bemerken ist, daß fast alle Arten nur einzeln gehalten werden können, da sie sich sonst gegenseitig auffressen würden. Vogelspinnen sind Raubtiere, die sich ausschließlich von lebendigem Futter ernähren. Zu dem Futter gehören Insekten wie z.B. Heimchen, Grillen und Heuschrecken. Größere Vogelspinnen kann man auch mit Mäusen füttern. Die Futtertiere werden mit einem Giftbiss getötet und dann langsam ausgesaugt. Der Biss einer Vogelspinne kann mit einem Wespenstich verglichen werden und ist somit vollkommen harmlos für einen Menschen.

Vogelspinnen kennen ihren Besitzer nicht. Für sie ist jeder Kontakt zum Menschen eine Gefahrensituation, die ggf. eine Verteidigungsreaktion hervorrufen kann.

Anatomie einer Vogelspinne
Der Körper der Vogelspinne besteht aus dem vorderen Körperteil (Cephalothorax), dem hinteren Körperteil (Abdomen), 8 Laufbeinen, 2 Tastern, 2 Beißwerkzeuge (Chelizeren), 2 Spinnwarzen und dem Augenhügel. Eine Vogelspinne verfügt über 8 Augen und ist taub. Ihr Hauptsinnesorgan sind die sogenannten Tasthaare an den Beinen, mit denen sie Futtertiere, Artgenossen und auch ihre Umgebung wahrnehmen kann. Vogelspinnen können je nach Art eine Beinspannweite zwischen ca. 4cm - 28cm erreichen.

Avicularia versicolor Spiderling BaumbewohnerHaltung in Gefangenschaft
Eine Vogelspinne stellt keine großen Ansprüche an ihren Halter. Es ist absolut ausreichend wenn größere Tiere alle 1-2 Wochen gefüttert werden. Sie benötigen eine Temperatur von ca. 25° am Tag und ca. 20° in der Nacht. Der Wert der Luftfeuchtigkeit ist von Art zu Art unterschiedlich. Eine mittelgroße bodenbewohnende Spinne benötigt ein Terrarium mit den Maßen: 30cm breit, 30cm tief und 30cm hoch.

Wer sich eine Vogelspinne zulegen möchte, sollte sich an einen Fachmann wenden, damit eine falsche Haltung auszuschließen ist. Haltungsfehler können unter Umständen zum Tod des Tieres führen. Des Weiteren werden auch zum Teil Vogelspinnen unter anderem Namen verkauft, teils durch Unwissenheit, in seltenen Fällen aber auch leider bewußt, um evtl. einen besseren Preis für das Tier zu erzielen. Am besten kauft man sich ein Tier bei einem Züchter, dieser kann dem zukünftigen Spinnenbesitzer eine Menge sinnvoller Ratschläge und Haltungstipps geben. Beim Kauf ist ebenfalls darauf zu achten, daß das Terrarium der Spinne gerecht wird. Zum Beispiel benötigen Baumspinnen höhere Terrarien wie Bodenbewohner.

Die Anschaffungskosten einer Spinne liegen bei 1 bis 100 Euro. Die Anschaffungskosten für Terrarium und Zubehör liegen bei ca. 30 bis 60 Euro.

Wer weitere Frage zu diesem Thema hat kann sich gerne an uns wenden.

Wir stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Euer Vogelspinnen Stammtisch OWL.
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